Pflanzendrinks

Pflanzendrinks

Pflanzendrinks

Soja, Hafer, Lupine, Reis, Made, Cashew – die Liste an Rohstoffen für Pflanzendrinks ließe sich lange weiterführen. Die Vielfalt der Milchalternativen ist dementsprechend groß. Alle Sorten haben eins gemeinsam: Die Basis ist Wasser – nämlich ungefähr 85 bis 95 Prozent. Hinzu kommen die gewünschten Zutaten wie Hafer, Soja und Co. Je nach Produkt werden außerdem Öl, Salz oder Stabilisatoren zugesetzt. Auch die Anreicherung mit Vitaminen (z. B. B12 oder D) und Mineralstoffen (z. B. Calcium) ist keine Seltenheit. Ein Blick auf die Zutatenliste schafft Klarheit.

Dementsprechend verschieden sind die Nährstoffprofile der Drinks. So enthalten Hafer-, Reis- oder Nussdrinks unter 1 g Eiweiß je 100 ml. Sojadrinks kommen mit 3,3 g der Kuhmilch näher, welche 3,5 g Protein je 100 ml liefert. Ein ebenso unterschiedliches Bild zeigt sich bim Gehalt von Fett und Kohlenhydraten. Beispielsweise enthält Haferdrink oft doppelt so viele Kohlenhydrate wie Kuhmilch – und hier insbesondere kurzkettige Zucker, die den Blutzuckerspielgel schnell ansteigen lassen. Daher wird der Gesundheitswert von Haferdrink immer wieder diskutiert. In moderaten Mengen und als Teil einer ausgewogenen Mahlzeit (z. B. im Müsli oder Porridge) kann er aber zu einer abwechslungsreichen Ernährung beitragen.

Pflanzliche Milchalternativen müssen laut EU-Recht als „Drink“ bezeichnet werden. Der Begriff „Milch“ ist dem tierischen Produkt vorbehalten. Einzige Ausnahme: Kokosmilch. Neben dieser Diskussion rund um die Benennung, gibt es auch noch diese zum ökologischen Fußabdruck. Hier schneiden Pflanzendrinks im Durchschnitt besser ab als Kuhmilch, da für ihre Produktion
oft weniger Wasser, Fläche und Energie nötig sind.

Da Pflanzendrinks zum größten Teil aus Wasser bestehen, lassen sie sich einfach selber herstellen. Dabei lautet das Grundprinzip: Rohstoff mit Wasser gründlich mixen, filtern und bis zum Verzehr kühl lagern. Für selbstgemachten Sojadrink werden beispielsweise 100 g Sojabohnen in reichliche Wasser über Nacht eingeweicht, anschließen abgeschüttet und mit 1 Liter
frischem Wasser fein püriert. Bei Hafer- oder Nussdrinks entfällt sogar das Einweichen: einfach 100 g zarte Haferflocken oder gemahlene Nüsse in 1 Liter Wasser solange pürieren, bis eine homogene Masse entsteht. Die so entstandene Flüssigkeit lässt sich mithilfe eines mit einem Küchentuch ausgelegtem Sieb filtern. Fertig ist der selbstgemachte Pflanzendrink.