Mehltypen

Mehltypen

Mehltypen

Mehl ist nicht gleich Mehl. Je nach Sorte besteht es aus unterschiedlichen Getreidearten (teilweise auch aus Hülsenfrüchten) – beispielsweise Weizen, Roggen, Dinkel, Mais, Reis, Kichererbsen oder Sojabohnen, die fein zermahlen werden. Das so entstehende Mehl wird weltweit für verschiedene Gerichte wie etwa Backwaren, Nudeln und Breis verwendet. Aus kaum einer Küche ist Mehl wegzudenken!

Die meisten Sorten können sogar selbst hergestellt werden – beispielsweise mit einer Getreidemühle. Der große Vorteil: Das gesamte Korn wird gemahlen. In dem daraus entstehenden Vollkornmehl steckt daher die volle Power der verwendeten Körner. Allem voran zahlreiche Mineralstoffe, Vitamine sowie sattmachende und verdauungsfördernde Ballaststoffe. Egal ob selbst gemahlen oder gekauft – Vollkornmehl gilt daher als gesund.

Wer Mehl kauft, findet neben Vollkornmehl auch andere Varianten – eingeteilt in verschiedene Typenzahlen. Diese Zahl ist auf allen abgepackten Getreidemehlen zu finden und gibt Aufschluss über den Mineralstoffgehalt. Als Faustregel gilt: Je niedriger die Zahl, desto heller und feiner ist das Mehl – und desto weniger Mineralstoffe enthält es. Je höher die Zahl, desto dunkler und mineralstoffreicher ist es. Beispielsweise enthält Weizenmehl mit Type 405 circa 405 Milligramm Mineralstoffe je 100 Gramm, während eines mit Type 1.050 mehr als doppelt so viele Mineralstoffe enthält – nämlich 1.050 Milligramm je 100 Gramm. Vollkornmehl trägt zwar keine Typenzahl, enthält aber über viermal so viele Mineralstoffe wie das feine 405er Mehl.

Da Mehle mit höherer Typenzahl außerdem mehr Fett enthalten, ist ihr Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) etwas kürzer als jenes feiner ausgemahlener Varianten. Dunkel, trocken und lichtgeschützt gelagert, ist Mehl (egal mit welcher Typenzahl) aber oft über das MHD hinaus haltbar.

Um den Vollkornanteil in der eigenen Ernährung zu steigern, können bestehende Lieblingsrezepte einfach angepasst werden: Pizza-, Brot- und Flammkuchenteige klappen beispielsweise komplett mit Vollkornmehl – allerdings ist etwas mehr Wasser nötig. Bei Kuchen und anderem Gebäck sollte der Anteil vorsichtiger erhöht werden.