Champignons

Champignons

Weder Pflanze noch Tier

Pilze bilden neben Pflanzen und Tieren ein eigenständiges Reich der Lebewesen. Anders als Pflanzen betreiben sie keine Fotosynthese und können daher ihre Energie nicht aus Sonnenlicht gewinnen. Stattdessen nehmen Pilze Nährstoffe aus ihrer Umgebung auf. Dafür bilden sie in geeigneten Nährböden weit verzweigte Geflechte. In der Pilzzucht wird dieses sogenannte Myzel auf speziell vorbereiteten Nährsubtraten aus Stroh kultiviert. Unter Anpassung von Temperatur, Luftfeuchte und Sauerstoffgehalt wachsen schließlich die gewünschten Pilze. Da das Myzel auch nach der Ernte erhalten bleibt, kann es mehrmals geerntet werden – egal ob in der Pilzzucht oder der freien Natur. 

Pilze im Klassenzimmer kultivieren

Zu den bekanntesten Speisepilzen zählen weiße und braune Champignons. Während weiße Champignons besonders mild schmecken, bilden braune Champignons ein kräftigeres Aroma. In Deutschland werden sie ganzjährig kultiviert und sind immer frisch erhältlich. Inzwischen gibt es zudem Sets, mit denen die Pilzzucht auch zuhause oder im Klassenzimmer gelingen kann. 

Weitere Ideen für kleinere Gärtner-Aktionen mit Kindern, finden Sie hier: www.schulverpflegung.hessen.de/klima-undernährungsbildungÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Proteine, Ballaststoffe und Umami-Aroma

Champignons bestehen – wie alle anderen Pilze auch – zu einem großen Teil aus Wasser. Das macht sie zu einem kalorienarmen und gleichzeitig nährstoffreichen Lebensmittel. Neben Mikronährstoffen wie Kalium und B-Vitaminen enthalten Champignons sättigende Ballaststoffe sowie Proteine. In der Küche lassen sie sich vielfältig einsetzen und geben vielen Gerichten dank ihres ausgeprägten Umami-Geschmacks eine besondere Note. Das Aroma bildet sich jedoch erst beim Garen. Das macht Pizza Funghi (oder wie in unserem Rezept: Pizzabrötchen), Veggie-Burger mit Pilz-Bulette oder Pilzrisotto zu einem besonderen Geschmackserlebnis.

Tipps für Lagerung und Zubereitung

Frische Champignons sind im Kühlschrank einige Tage haltbar. Wichtig ist eine luftige Verpackung, beispielsweise in einem Sieb oder Papiertüte. So kann sich keine Feuchtigkeit stauen, die den Verderb begünstigen würde. Vor der Zubereitung einfach die einzelnen Pilzköpfe mit einem Tuch oder einer Bürste reinigen und dabei die Frische kontrollieren. Eine schleimige Oberfläche und unangenehmer Geruch weisen auf mikrobielle Zersetzung hin. Diese Pilze sollten nicht verarbeitet und verzehrt werden. Beim anschließenden Kochen mit Pilzen sind der Kreativität schließlich keine Grenzen gesetzt. Guten Appetit!