Ernährungsbildung

Ernährungsbildung

Im Folgenden werden Materialien sowie Praxisbeispiele im Bereich Ernährungsbildung vorgestellt und Tipps zur inhaltlichen Vertiefung an die Hand gegeben. Diese erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sind als Anregung im Kontext Schule zu verstehen.

Angebote in Hessen

Im Rahmen des Schulentwicklungsprozesses bietet zum Beispiel die Zertifizierung „Schule & Gesundheit“ sowie der Hessische Referenzrahmen Schulqualität Anhaltspunkte zur Umsetzung und Integration von Ernährungsbildung im Unterricht und Ganztag.

Schule & Gesundheit

Schulen können Ihr Engagement im Bereich Gesundheitsförderung sichtbar machen, indem Sie sich als „gesundheitsfördernde Schule“ des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen zertifizieren lassen. Durch die Verleihung des Zertifikats wird der bisherigen schulischen Arbeit in diesem Bereich Wertschätzung und sichtbare Anerkennung nach Außen zuteil. Auch das Erlangen einzelner Teilzertifikate im Arbeitsbereich „Schule & Gesundheit“ ist möglich, dazu zählen:

  • Bewegung & Wahrnehmung
  • Ernährung & Konsum
  • Sucht- & Gewaltprävention
  • Verkehr & Mobilität
  • Lehrkräftegesundheit

Weitere Bereiche bilden die Themen: Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und Umwelt, Arbeitsschutz, Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und Schulsanitätsdienst.

Hessischer Referenzrahmen für Schulqualität (HRS)

Der Hessische Referenzrahmen für Schulqualität unter­stützt Schulen bei der systematischen Gestaltung von Schulentwicklungsprozessen. Festgelegte Kriterien können beispielsweise vertiefend mit Blick auf unterschiedliche Themenfelder wie Gesundheitsförderung und Ganztag weitergedacht und in der Praxis umgesetzt werden. Der HRS umfasst sieben Qualitätsbereiche:

  • Qualitätsbereich I: Ausgestaltung der Rahmenbedingungen
  • Qualitätsbereich II: Qualitätsentwicklung und -sicherung
  • Qualitätsbereich III: Professionalität der Schulleitung
  • Qualitätsbereich IV: Professionalität der Lehrkräfte
  • Qualitätsbereich V: Schulkultur
  • Qualitätsbereich VI: Lehren und Lernen
  • Qualitätsbereich VII: Ergebnisse und Wirkungen 

Angebote und Materialien

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung hat in ihren Datenbanken Angebote und Ma­terialien zur Ernährungsbildung und Schulverpflegung unterschiedlicher Kooperationspartnerinnen und -partner auf einen Blick zusammengefasst.

Kooperationsdatenbank Ganztag

Die Kooperationsdatenbank der SAG bietet Schulen die Möglichkeit, Angebote von außerschulischen Koopera­tionspartnern für den Ganztag zu finden. Dabei kön­nen die Inhalte nach Region oder inhaltlichem Schwer­punkt gefiltert werden.

Beispiele gelingender Praxis

VNS bietet Einblicke in Beispiele gelingender Praxis zur Vernetzung von Schulen, die über Ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Gelingensbedingungen be­richten und für einen Austausch zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit mit der SAG wurden Interviews mit Schulen im Kontext der acht Qualitätsbereiche geführt.

„Ernährungsführerschein“ (Klasse 3 und 4)

Der „Ernährungsführerschein“ des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) ist ein Unterrichtskonzept zur praktische Ernährungsbildung für die Klassen 3 und 4. Es vermittelt Wissen zur kindgerechten Ernährung, Hygiene, Küchentechniken und Didaktik und führt Kinder spielerisch an den Umgang mit Lebensmitteln heran. 

Der Landfrauenverband Hessen e. V. bietet in Koope­ration mit der Vernetzungsstelle Schulverpflegung mehrmals jährlich eine kostenlose Lehrkräfteschulung zum Konzept des Ernährungsfüh­rerscheins an.

„Werkstatt Ernährung“ (Klasse 5 bis 7)

Die „Werkstatt Ernährung“ ist ein Konzept des Hessi­schen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) zur prakti­schen Ernährungsbildung in den Klasse 5 bis 7. Es kann im Unterricht oder in Form einer Nachmittags-AG im Ganztag umgesetzt werden und befähigt Schülerinnen und Schüler, gesundheitliche, soziale, ökologische und ökonomische Aspekte von Essen und Trinken zu erfah­ren und auf dieser Grundlage selbstbestimmten Er­nährungsentscheidungen zu treffen. Die VNS bietet in Kooperation mit dem Landfrauenverband Hessen e. V. mehrmals jährlich eine kostenlose Lehrkräfteschulung zum Konzept der Werkstatt Ernährung an.

Bundesweite Angebote

Weitere Anregungen, Materialien und Praxis­beispiele

Über die Angebote in Hessen hinaus stehen bundes­weite Angebote zur Integration von Ernährungsbil­dung zur Verfügung.

Unterrichtsmaterialien und Schulungen

Das BZfE stellt Lernmaterialien im Bereich Ernährung und Verbraucherbildung bereit und bietet hierzu unter anderem Schulungen an. Die Inhalte sind altersgerecht aufbereitet und orientieren sich an aktuellen wissen­schaftlichen Erkenntnissen sowie den Bildungsplänen der Länder. Themenschwerpunkt ist unter anderem gesundes Essverhalten, Lebensmittelkunde und nach­haltiger Konsum. Die Materialien eignen sich für den Einsatz in unterschiedlichen Schulformen und Jahr­gangsstufen und unterstützen eine fachübergreifende Auseinandersetzung mit Ernährungsthemen.

„Materialkompass“

Der „Materialkompass“ des Verbraucherzentrale Bundesverbandes bündelt qualitätsgeprüfte Unter­richtsmaterialien im Bereich Verbraucherbildung mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Er dient als Recher­cheinstrument und Bewertungsportal für Lehrkräfte, um geeignete Materialien für ihren Unterricht zu fin­den und auszuwählen.

Experimente

Die Plattform Science Kids stellt eine Vielzahl einfacher, alltagsnaher Experimente zu Themen wie Ernährung, Bewegung, Gesundheit, Körper und Wohlbefinden für die Primar- und Sekundarstufe bereit. Ziel ist es, Schü­lerinnen und Schüler zu einem gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Be­wegung zu motivieren. 

Informationen, Quiz und Spiele

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit stellt ein umfassendes Materialangebot zu den Themen Er­nährung, Bewegung und Stressoren bereit, das sich gut zur Ergänzung im Unterricht oder für Projekte im Schulalltag eignet. 

Referenzrahmen Ernährungs- und Verbraucherbil­dung (REVIS)

Der Referenzrahmen Ernährungs- und Verbraucher­bildung beschreibt zentrale Kompetenzen, die Schü­lerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit erwer­ben sollen, um gesundheitsbewusste und nachhaltige Entscheidungen im Alltag treffen zu können. Er bietet somit eine fachlich fundierte Grundlage für die Ge­staltung und Weiterentwicklung schulischer Bildungs­angebote im Bereich Ernährung und Konsum und unterstützt Lehrkräfte bei deren Integration in den Schulalltag.

Ernährungsbildung und -kompetenzen

Fachinformation:

Ernährungsbildung

Eine gelungene Ernährungsbildung befähigt die Menschen dazu, ihre Nahrungsaufnahme zu reflektieren und zu gestalten.

Angebote in Hessen

Im Rahmen des Schulentwicklungsprozesses bietet zum Beispiel die Zertifizierung „Schule & Gesundheit“
sowie der Hessische Referenzrahmen Schulqualität Anhaltspunkte zur Umsetzung und Integration von Ernährungsbildung
im Unterricht und Ganztag. Schule & Gesundheit Schulen können Ihr Engagement im Bereich Gesundheitsförderung
sichtbar machen, indem Sie sich als „gesundheitsfördernde Schule“ des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen zertifizieren lassen. Durch die Verleihung des Zertifikats wird der bisherigen schulischen Arbeit in diesem Bereich Wertschätzung und sichtbare Anerkennung nach Außen zuteil. Auch das Erlangen einzelner Teilzertifikate im Arbeitsbereich „Schule & Gesundheit“ ist möglich, dazu
zählen:

  • Bewegung & Wahrnehmung
  • Ernährung & Konsum
  • Sucht- & Gewaltprävention
  • Verkehr & Mobilität
  • Lehrkräftegesundheit
  • weitere Bereiche: Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
    und Umwelt, Arbeitsschutz, Gesundheit von
    Kindern und Jugendlichen und Schulsanitätsdienst

Hessischer Referenzrahmen für Schulqualität (HRS)

Der Hessische Referenzrahmen für Schulqualität unterstützt Schulen bei der systematischen Gestaltung von Schulentwicklungs-prozessen. Festgelegte Kriterien können beispielsweise vertiefend mit Blick auf unterschiedliche Themenfelder wie Gesundheitsförderung und Ganztag weitergedacht und in der Praxis umgesetzt werden. Der HRS umfasst sieben Qualitätsbereiche:

  • Qualitätsbereich I: Ausgestaltung der Rahmenbedingungen
  • Qualitätsbereich II: Qualitätsentwicklung und -sicherung
  • Qualitätsbereich III: Professionalität der Schulleitung
  • Qualitätsbereich IV: Professionalität der Lehrkräfte
  • Qualitätsbereich V: Schulkultur
  • Qualitätsbereich VI: Lehren und Lernen
  • Qualitätsbereich VII: Ergebnisse und Wirkungen