Gesundheit und Nachhaltigkeit im Fokus
Für die Umsetzung einer nachhaltigeren Ernährung gelten seit 2024 auf nationaler Ebene die Empfehlungen der DGE „Gut essen und trinken“. Diese legen den Fokus auf eine pflanzenbetonte Ernährung. Der DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen ist trotz neuer Empfehlungen weiter aktuell. Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit dienen nun gleichermaßen als Maßstab für eine gute Verpflegungsqualität. So wird zum Beispiel nur noch einmal die Woche in der Mittagsmahlzeit Fleisch empfohlen.
Im Gutachten „Politik für eine nachhaltigere Ernährung“ des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (WBAE-Gutachten) wird für die Schulverpflegung ein pädagogisches Gesamtkonzept der Schule zur Verpflegung gefordert, aber auch eine qualitativ hochwertige und beitragsfreie Schulverpflegung.
Fokus Gesundheitsförderung
Eine Schulverpflegung nach dem DGE-Qualitätsstandard fördert die Gesundheit durch eine ausgewogene Ernährung; diese
- liefert Energie und alle Nährstoffe in ausreichender Menge.
- beugt Überversorgung und Mangelernährung vor.
- ist abwechslungsreich und pflanzenbetont.
Die lebensmittelbezogenen Empfehlungen der DGE für eine ausgewogene und nachhaltigere Ernährung – wie sie im DGE-Ernährungskreis, der Dreidimensionalen DGE-Lebensmittelpyramide sowie den DGE-Empfehlungen „Gut essen und trinken“ dargestellt sind – basieren auf wissenschaftlichen Grundlagen. Ziel der Empfehlungen ist eine bedarfsdeckende Nährstoffversorgung und die Prävention chronischer ernährungsbedingter Krankheiten. Zusätzlich wird die Auswirkung unserer derzeitigen Ernährung auf die Umwelt, wie Treibhausgasemissionen und Flächenverbrauch, berücksichtigt.
An diesen Erkenntnissen orientieren sich auch die Empfehlungen für Kinder und Jugendliche, die als Grundlage einer gesundheitsfördernden und nachhaltigen Gemeinschaftsverpflegung dienen. Die optimale Lebensmittelauswahl für Frühstück, Zwischenmahlzeit und Mittagsessen wird im DGE-Qualitätsstandard anhand konkreter Beispiele differenziert dargestellt, jeweils mit Mengen- und Häufigkeitsangaben je Lebensmittelgruppe. Darüber hinaus werden die Lebensmittelqualitäten mit unterschiedlichen Mengen und Häufigkeiten angegeben.
Fokus Nachhaltigkeit
Bei unseren täglichen Ess-Entscheidungen geht es aber nicht nur darum, ob es lecker und gesund ist, schmeckt und satt macht. Was wir essen, wo wir unser Essen einkaufen, wie wir es zubereiten und wie viel wir davon wegwerfen, beeinflusst unsere Umwelt und das Klima.
Die mit unserem Essen und unseren Essgewohnheiten einhergehenden Auswirkungen auf unseren Planeten werden häufig unterschätzt. Die Auswahl unserer Lebensmittel hat grundlegende Auswirkungen auf die Gesundheit und auf unsere natürlichen Lebensgrundlagen.
Eine nachhaltigere Ernährung
- „beeinflusst nicht nur das eigene Wohlergehen, sondern auch das Wohl heutiger und zukünftiger Generationen“.
- wirkt sich durch den Fußabdruck der Lebensmittel auf Umwelt, Klima, soziale Aspekte, Tierschutz aus.